PDF erzeugen und anzeigen Text drucken

Bacchus

Die Bacchus ist eine weiße Traube. Diese Sorte ist eine Kreuzung zwischen Silvaner/Riesling und Müller Thurgau und wurden 1933 am „Institut für Rebzüchtung Geilweilhof“ gezüchtet.

Die Rebsorte wächst in vielen Anbaugebieten Deutschlands (Rheinhessen, Franken, Mosel-Saar, Pfalz), wird aber auch in England und in kleinen Beständen in der Schweiz angebaut.

Die Bacchus ist eine frühreifende Rebsorte, die sehr hohe Reifegrade erreicht. Aus diesem Grund kann sie in Lagen angebaut werden, die für den Riesling weitgehend ungeeignet sind. Die Sorte kann höhere Erträge bei vergleichsweise hohen Mostgewichten liefern.

Aus der Bacchus werden süffige, unkomplizierte Weine erzeugt, nicht selten mit Restsüße. Häufig werden diese dann mit Müller-Thurgau verschnitten, da es ihnen manchmal an Säure fehlt. Sie bereichern mit ihrer Frucht und mit ihrem Bouquet die relativ neutralen Weine. Zusammen sind sie ein fester Bestandteil der Liebfrauenmilch.

Die meisten der hellgelben Weine sind leicht bis mittelkräftig.

Wenn das Lesegut völlig ausgereift ist, sind die Weine extraktreich, aromatisch, fruchtig und bukettbetont (manchmal an Scheurebe erinnernd). Haben die Gewächse eine hohes Mostgewicht und ausreichend Säure, können sie eine Riesling-Art und einen dezenten Muskatton aufweisen, manchmal ein klein wenig an Kümmel erinnernd.