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Merlot

Die Merlot-Traube – ein heterogenes Bild. Auf der einen Seite ist sie eine ertragsstarke Sorte und ergibt einfache bäuerliche Weine. Auf der anderen Seite sind einige der größten Rotweine der Welt aus ihnen gekeltert. So die aus St-Emilion und vor allem aus Pomerol, legendär sind die Cháteau Pétrus und Le Pin.

In diesem Teil von Bordeaux´herrschen lehmige und sandige Böden vor, welche rubinrote, fleischige Weine ohne große Distinktion ergeben. Sie weisen wenig Tannin, eine niedrigere Säure und eine geringe Langlebigkeit auf, dafür eine höhere Alkoholgradation.

In der Jugend ähneln sie dem Cabernet-Wein, wobei eher süße, malzige Töne in den Vordergrund treten.

Das der Merlot aus dem Bereich Saint-Emilion und Pomerol stammen könnte, zeigen älteste Zeugnisse auf. Hier wurde sie schon Anfang des 18. Jahrhunderts im großen Stil angebaut. Von dort kam sie ins Médoc. Nach dem Cabernet Sauvignon ist der Merlot die zweite Sorte in den Weinbergen.

Im Gegenteil zum Cabernet Sauvignon wächst ihre Rebfläche schneller. Dafür sind mindestens vier Gründe ausschlaggebend:

  • sie reift eine Woche bis zehn Tage früher – risikofreies heranreifen

  • Merlot ordnet sich in der Assemblage problemlos anderen Rebsorten unter

  • stellt nicht so große Ansprüche an die Lage, gedeiht auch in kühlerem Mikroklima

  • sie ist ertragreicher

Der Merlot wird verstärkt von Italienern, Osteuropäern und Australiern angebaut. Seit den 90er Jahren ist sie in Kalifornien eine Modesorte geworden.



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