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Chardonnay

Noble Rebsorte, die mit großer Sicherheit aus dem Burgund stammt, heute aber weltweit verbreitet ist und ebenso feine wie gewöhnliche Weißweine hervorbringt - je nach Standort, Klon und Pflege. Unter allen weißen Rebsorten verzeichnete sie in den letzten 20 Jahren die größten Zuwächse.

Die berühmtesten Chardonnay - Weine wachsen auf den kalkhaaltigen Böden von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Dort werden die Weine reinsortig aus Chardonnay - Trauben erzeugt und haben nussige, im Alter leicht petrole Aromen. Im Champagner ist der Chardonnay in der Regel zu 50 bis 70 Prozent vertreten. Andere größere Anbaugebiete finden sich im Maconnais und an der Côte Chalonnaise. In Italien findet man die Sorte vor allem im Trentino, in Südtirol, in der Franciacorta und im Friaul. In Österreich wird die Chardonnay - Traube auch Morrillon (Südsteuermark) beziehungsweise auch Feinburgunder (Wachau) genannt. In Ungarn wir sie in hoher Qualitität im Norden, im Weinanbaugebiet Budai angebaut.

Außerhalb Europas hat die Sorte weite Verbreitung in Kalifornien (Carneros oder Sonoma Country), Chile (Maipo), Südafrika, Neuseeland und Australien gefunden. Dort wird der Chardonnay größtenteils in kleinen, neuen Eichenfässern vergoren, wodurch er einen leicht karamelligen Geschmack bekommt.

Der Erfolg der Chardonnay - Traube beruht darauf, daß sie auf nehezu jedem Bodentyp ansprechende Qualitäten hervorbringt. Sie treibt früh aus und darf nicht zu spät gelesen werden, weil sonst die Säure absingt. In jedem Fall ist der Chardonnay eine eigenständige Sorte und keine Mutation des Weißen Burgunders.

Hervorragend als Aperitif geeignet, bietet sich dieser Weißwein zu Gerichten mit hellem Fleisch, sowie Fisch, Salate oder auch einem Käsebuffet mit kräftigen Käsesorten und frischem Baguette an.



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