PDF erzeugen und anzeigen Text drucken

Blauer Portugieser

Der Blaue Portugieser ist eine alte, rote Rebsorte im Donaubereich und eine in ganz Südosteuropa weitverbreitete Traube.

Der Name Blauer Portugieser ist etwas irreführend. Die Heimat dieser Traube ist wohl eher in Österreich als in Portugal zu suchen. Ihre Herkunft ist aber eher unklar. Es wird vermutet, das sie aus Portugal stammt. Im 18. Jahrhundert ist sie dann in Österreich nachgewiesen. Von dort gelangte sie nach Ungarn, Jugoslawien und Deutschland.

Es handelt sich um eine qualitativ mittelmäßige, aber reichtragende Traube. Aus ihr wird ein meist einfacher rubinroter Wein gekeltert, welcher sich durch eine frische Säure und leichten Körper im Geschmack auszeichnet.

Der Wein gilt als angenehm, süffig, frisch und vollmundig und passt zu leichten Speisen. Die Traube liefert fruchtige, saubere Weine mit oft ausgeprägten Beerenaromen.

Portugieser können eine höhere Qualitätsstufe erreichen, wenn sie aus ertragsreduzierten Weinbergen kommen. Nach langer Maischegärung und Ausbau im Barrique bringen diese auch schwere und gehaltvolle Rotweine hervor. So ist die Rebsorte in Rheinhessen zur Erzeugung von Selectionsweinen zugelassen.

Der Blaue Portugieser eignet sich auch sehr gut als Tafeltraube. Da aber in der EU der Vertrieb von Keltertrauben, Trauben, aus denen Wein hergestellt wird, als Tafeltrauben nicht zugelassen ist, gelangen dieser als solche nicht in den Handel.